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Ob nun blutiger Anfänger, Hobby-Taucher, Profi oder sogar Extremtaucher. Irgendwann zieht es sie alle ans und ins Rote Meer – wie gerade den Münchner Achim Schlöffel.

Einigen von euch dürfte der Name etwas sagen. Schlöffel ist Wrack- und Höhlentaucher und taucht nach abgeschossenen Flugzeugen in Seen oder den gesunkenen Ozeanriesen dieser Welt.

Außerdem hat er vor ein paar Jahren die Ausbildungsorganisation ISE (Inner Space Explorers) für Taucher gegründet. Aber spätestens seit seinem für dieses Jahr geplanten Weltrekordversuch, über den im vergangenen Jahr schon viel berichtet wurde, kennen ihn viele. Schlöffel will den Ärmelkanal „durchtauchen“. Für die rund 55 Kilometer Tauchstrecke wird er schätzungsweise 12 Stunden auf etwa 20 Metern Tiefe verbringt.

Was? Das geht doch gar nicht! Ja, holt noch mal schnell euren Recreational Dive Planner hervor und schaut nach. Bei einer Wassertiefe von 20 Metern beträgt die Nullzeitgrenze 45 Minuten. Und der will gleich 12 Stunden dort verbringen?

Ja, denn Schlöffel ist Extremtaucher und sein Vorhaben ist wirklich „extrem“. Aber genauso extrem ist seine Ausrüstung – nämlich extrem gut! Er wird die Strecke natürlich nicht schwimmen, sondern sich mit Hilfe eines Scooters fortbewegen. Außerdem schnallt er sich auch keine 12-Liter-Flasche auf den Rücken. Denn auch wenn Herr Schlöffel nach eigenen Angaben rund 300 Tauchgänge pro Jahr absolviert, irgendwann atmet auch er eine 12-Liter-Flasche leer. Deswegen wird er bei dem Rekordversuch mit einem so genannten „Rebreather“ seine Sauerstoffversorgung sichern. Das ist ein Kreislauftauchgerät, das zum Beispiel Taucher beim Militär verwenden.

Den Rekord will Schlöffel im Juni dieses Jahres knacken und dafür muss natürlich alles perfekt vorbereitet sein. Vor allem muss sich Schlöffel auf sein Equipment verlassen können.

Und zum Testen seiner Ausrüstung war er nun in Ägypten, genauer gesagt in El Quseir, etwas abseits vom großen Touristenrummel. Aber warum Ägypten? Schlöffel wollte sich vollkommen auf seine Messinstrumente konzentrieren und war deshalb auf der Suche nach einem Gewässer mit sehr guten Sichtverhältnissen und angenehmen Wassertemperaturen – ach ja, und Salzwasser sollte es sein.

Und mal ehrlich, wo sonst hätte er diese Bedingungen finden können, wenn nicht hier bei uns im Roten Meer?!? ;)

Und nicht vergessen: dive2bubble! ;)

Fotos: Achim Schlöffel

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